Bachelor of Science in Mathematik, PO 2012

Im Hörsaal Rundbau (Foto: Thomas Kunz, Ausschnitt)

Hier finden Sie Informationen zum Studiengang Bachelor of Science in Mathematik an der Universität Freiburg.
Falls Fragen offen bleiben, können Sie sich gerne an die Studienberatung des Mathematischen Instituts wenden (studienberatung@math.uni-freiburg.de).

Kurzbeschreibung des Studiengangs

Beispielhafter Studienverlauf im B.Sc.-Studiengang Mathematik

Der Studiengang ist dreijährig und deutschsprachig.

  • Mathematik: Nach grundlegenden Vorlesungen in Analysis und Linearer Algebra und Einführungen in einige wichtige Teilgebiete der Mathematik lässt der Studiengang große Freiräume in der Wahl weiterführender Veranstaltungen und des Themas der Bachelor-Arbeit. Seminare und Computerübungen runden das mathematische Studienprogramm ab.
  • Hinzu kommen ein Anwendungfach (Informatik, Physik, Wirtschaftwissenschaften, Philosophie u.v.m.), Schlüsselqualifikationen und ein großzügiger Wahlbereich für Veranstaltungen beliebiger Fächer.
Der Studiengang lässt den Studierenden große Gestaltungsmöglichkeiten, da die einzelnen Bereiche unterschiedlich stark gewichtet werden können. Typischerweise schließt sich der Master of Science in Mathematik an.

Studienbeginn, Bewerbung und Zulassung

Studienbeginn ist nur zum Wintersemester möglich. Der Studiengang ist nicht zulassungsbeschränkt; die Einschreibung ist für Bildungsinländer/innen bis etwa eine Woche vor Vorlesungsbeginn im Oktober möglich. Eine vorherige Bewerbung ist nicht nötig. Es gibt keine gesonderte Einschreibung für das Anwendungsfach.

Studienverlauf und Aufbau des Studiengangs

Das Studium umfasst 180 ECTS-Punkte (Regelstudienzeit 6 Semester) und gliedert sich in die Bereiche:

  • Mathematik mit Bachelor-Arbeit (mindestens 120 Punkte)
  • weitere Mathematik-Module im Bereich "Berufsfeldorientierte Kompetenzen (BOK)" (12 Punkte)
  • externe Module im Bereich "Berufsfeldorientierte Kompetenzen (BOK)" (8 bis 16 Punkte)
  • Anwendungsfach (12 bis 22 Punkte, je nach gewähltem Fach)
  • Wahlmodule (optional, 0 bis 20 Punkte)

Durch die Flexibilität in der Gewichtung der einzelnen Bereiche können Sie einen individuellen Schwerpunkt Ihres Studiums setzen, zum Beispiel (in Klammern beispielhafte ECTS-Punkt-Verteilungen):

  • "Schwerpunkt Mathematik" (140 Mathematik, 20 BOK, 20 Anwendungsfach)
  • "Großes Anwendungsfach" (120 Mathematik, 20 BOK, 40 Anwendungsfach und Wahlmodule im gleichen Fach)
  • "Zwei Anwendungsfächer" (120 Mathematik, 20 BOK, 20 Anwendungsfach, 20 Wahlmodule anderes Fach)
  • "Schwerpunkt in der Breite" (120 Mathematik, 24 BOK, 20 Anwendungsfach, 16 verschiedene Wahlmodule)

Beispielhafter Studienverlauf:

Beispielhafter Studienverlauf im B.Sc.-Studiengang Mathematik

Dieser Plan ist nur eine Orientierungshilfe! Es gibt keine Abfolgebedingungen für die Mathematikveranstaltungen oder Festlegungen auf bestimmte Fachsemester. Zu beachten ist aber:

  • Die beiden Klausuren zu Analysis I und zu Lineare Algebra I müssen als Orientierungsleistung am Ende des 3. Fachsemesters bestanden sein.
  • Die Veranstaltungen haben inhaltliche Voraussetzungen (beschrieben im Modulhandbuch)
  • Die Bachelor-Arbeit darf erst geschrieben werden, wenn 80 ECTS-Punkte in Mathematik erworben wurden; das Bachelor-Seminar ist an die Bachelor-Arbeit gekoppelt.

Übersicht über die Studienverläufe in den Standard-Anwendungsfächern

Details und Erläuterungen im Modulhandbuch (in Klammern ECTS-Punkte):

FACH


Sem
BIOLOGIE
20-22 Punkte
INFORMATIK
18 Punkte
PHYSIK
20 Punkte
BWL
18 Punkte
VWL
20-22 Punkte
jeweils zur Wahl: 3 der 4 Semester
1 Zellbiologie (6) Einführung in die Programmierung (6) Experimental-
physik I
(8)
Unternehmens- theorie (6) Einführung in die VWL (4)
Mikro- ökonomik I (4)
2 Weiteres Modul (8) Experimental-
physik II
(8)
Investition und Finanzierung (6) Mikro- ökonomik II (8)
3 Weiteres Modul (6-8) oder im 4.Sem Syteme I (6) oder im 1.Sem Physiklabor für Naturwissen- schaftler (4) Produktion und Absatz (6) Makro- ökonomik I (6)
Software- praktikum (6) oder im 5.Sem
4 Die Auswahl für die weiteren Module in Biologie ist im Modulhandbuch beschrieben alternativ zum Softwarepraktikum:
Fortgeschrittene Programmierung (6) oder im 2.Sem
Unternehmens- rechnung (6) Makro- ökonomik II (6)

Studienplan mit Erläuterungen

In Mathematik hört man zunächst die Grundvorlesungen in Analysis und Linearer Algebra; darauf aufbauend die einführenden Vorlesungen in Stochastik und Numerik. Ab dem 3. Semester gibt es eine Auswahl weiterführender Vorlesungen aus den in Freiburg vertretenen Schwerpunktgebieten. Mindestens eine hiervon muss aus der Reinen Mathematik sein, z.B. Algebra und Zahlentheorie, Elementare Differentialgeometrie, Funktionentheorie, Mathematische Logik, Topologie. Hinzu kommen ein Proseminar, ein Bachelor-Seminar und zwei Praktische Übungen am Computer (diese vier Veranstaltungen zählen als "interne" Berufsfeldorientierte Kompetenzen). Zum Abschluss schreibt man in Mathematik die Bachelor-Arbeit.

Im Anwendungsfach studiert man ein fest vorgegebenes Pflichtprogramm. Standard-Anwendungsfächer sind

  Informatik, Physik, BWL, VWL und Biologie (Studienpläne siehe unten).
Andere Anwendungsfächer sind auf Antrag möglich, sofern die Lehreinheit, die das Fach anbietet, zustimmt und einen passenden Studienplan erstellt. Folgende Anwendungsfächer sind in der Vergangenheit bereits erfolgreich beantragt worden:
  Bioinformatik, Chemie, Geographie, Geowissenschaften, Hydrologie, Kognitionswissenschaften, Meteorologie, Mikrosystemtechnik, Molekulare Medizin, Musikwissenschaften, Philosophie (beschränkte Studienplatzzahl), Politikwissenschaften, Psychologie (nur ganz wenige Studienplätze), Soziologie (beschränkte Studienplatzzahl), Sportwissenschaften, Waldwirtschaft und Umwelt

Mit den Wahlmodulen kann das Anwendungsfach ausgebaut werden oder es können andere Interessensgebiete abgedeckt werden. Dieser Bereich eröffnet auch die Möglichkeit, zunächst in verschiedene der üblichen Anwendungsfächer hineinzuschnuppern, bevor man sich für eines entscheidet.
Veranstaltungen mit mathematischem Inhalt und von Veranstaltungen, die als BOK zählen, sind in diesem Bereich nicht erlaubt. Weitere inhaltliche Einschränkungen gibt es nicht: Jede vom anbietenden Fach freigegebene Veranstaltung ist erlaubt!

Von den mindestens 20 Punkten im Bereich Berufsfeldorientierte Kompetenzen (BOK) sind 12 festgelegt durch die als "interne BOK" zählenden Mathemati-Veranstaltungen und weitere 4 durch einen verpflichtenden einführenden Programmierkurs. Weitere Module können aus dem reichhaltigen Programm des Zentrums für Schlüsselqualifikationen (ZfS) und des Sprachlehrinstitut (SLI) absolviert werden, z.B. ein LaTeX-Kurs oder ein begleitetes Berufspraktikum.

Die Prüfungen erfolgen studienbegleitend, d.h. es gibt keine gesonderte Abschlussprüfung. Mit erfolgreich bestandenem Studium wird der akademischen Grad "Bachelor of Science" verliehen.
An den Bachelor-Abschluss kann sich ein Studium im Studiengang "Master of Science" anschließen.