Bachelor- und Master-Arbeiten in Mathematik

[In der Bibliothek]

Die rechtlichen Regelungen für Bachelor- und Masterarbeiten findet man jeweils im allgemeinen Teil der Prüfungs­ordnung, derzeit (Februar 2022) in folgenden Paragraphen:

2-Hf.-Bachelor: § 19 – B.Sc.: § 21 – M.Ed.: § 19 – M.Ed. als Erweiterungsfach: § 19 – M.Sc.: § 20
(Links zu den Prüfungsordnungen auf den Informationsseiten zu den Studiengängen)

Rechtlich bindend sind die jeweils aktuellen Regelungen der Prüfungsordnung; die unten folgenden Informationen sind informell und rechtlich ohne Gewähr.

In den Angaben unten fehlt jeweils noch der Studiengang "M.Ed. als Erweiterungsfach", für den aber das Gleiche wie für den "normalen M.Ed." gelten sollte (muss aber noch überprüft werden!).

Voraussetzungen für eine Bachelor- bzw. Master-Arbeit, Bearbeitungsdauer, ECTS-Punkte

StudiengangVoraussetzungBearbeitungsdauerECTS
Zwei-Hauptfächer-Bachelor60 ECTS-Punkte im Fach der Arbeit sind absolviert3 Monate10
Bachelor of Science80 ECTS-Punkte im Pflicht- und Wahlpflichtbereich Mathematik (inkl. internem BOK) sind absolviert3 Monate12
zusätzlich in PO 2021: Präsentation der Bachelor-Arbeit 1
Master of Education
(auch Erweiterungsmaster)
60 ECTS-Punkte im Studiengang sind absolviert4 Monate15
Master of Science60 ECTS-Punkte im Studiengang sind absolviert6 Monate30
zusätzlich: Präsentation der Master-Arbeit 3
Es gibt weder Vorgaben an den Seitenumfang der Arbeiten noch an Dauer und Rahmen der Präsentation von Bachelor- bzw. Master-Arbeit. Dies muss mit der Betreuerin / dem Betreuer der Arbeit abgesprochen werden.

Die Bearbeitungszeit beginnt an dem Tag, an dem das Thema offiziell vergeben wird. Dieses Datum wird auf dem Anmeldeformular eingetragen.

Wer darf Bachelor- und Master-Arbeiten betreuen?

Betreuung am Mathematischen Institut:

Die Betreuung von Bachelor- und Master-Arbeiten übernehmen in erster Linie die Professorinnen und Professoren (inklusive Juniorprofessor/innen) und Privatdozentinnen und -dozenten des Mathematischen Instituts. Diese sind mit Ihren Forschungs- und Interessensgebieten auf der Seite Dozenten und Forschungsgebiete aufgeführt.

Nicht-habilitierte wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (die also nicht den Titel "Privatdozent/in" oder "Dr. habil." führen), dürfen nur dann Bachelor- oder Master-Arbeiten offiziell betreuen, wenn ihnen die Berechtigung dazu erteilt wurde. Dies muss man im Zweifelsfall erfragen.

Es kann durchaus sein, dass die Arbeit de facto von einem/einer Wissenschaftlichen Mitarbeiter/in betreut wird. Dies spielt aber juristisch keine Rolle – mit "Betreuer/in" ist hier immer die für die Betreuung der Arbeit offiziell bestimmte und verantwortliche Person gemeint.

Externe Betreuungen:

Das Recht zur Betreuung mathematischer Abschlussarbeiten haben auch die kooptierten Professorinnen und Professoren: Dies sind in der Regel Mathematikerinnen und Mathematiker, die eine Professur an einer anderen Fakultät haben, durch die Kooptierung aber innerhalb der Mathematik prüfungsberechtigt sind. Sie sind ebenfalls auf der Seite Dozenten und Forschungsgebiete aufgeführt.

In Ausnahmefällen kann eine Arbeit auch von einer Professorin / einem Professor oder einer Privatdozentin / einem Privatdozenten einer anderen Fakultät oder einer anderen Hochschule betreut werden, wenn dies in Einvernehmen mit einer Professorin / einem Professor bzw. einer Privatdozentin / einem Privatdozenten des Mathematischen Instituts der Universität Freiburg geschieht. Eine solche externe Betreuung muss formlos über das Prüfungsamt beantragt und vom Fachprüfungsausschuss genehmigt werden.

Master-of-Education-Arbeiten in Fachdidaktik Mathematik können nur extern betreut werden, in der Regel von Mathematik-Professorinnen und -Professoren der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Dies ist im Rahmen der Betreuungskapazität der Pädagogischen Hochschule möglich und setzt die Absolvierung des Moduls "Fachdidaktische Forschung" voraus. Bitte melden Sie Ihr Interesse bei der Abteilung für Didaktik der Mathematik an.
Für das Einvernehmen mit einem Professor / einer Professorin des Mathematischen Instituts der Universität Freiburg wenden Sie sich entweder an jemanden, der dem Thema der Arbeit fachlich nahe steht, oder an den Geschäftsführenden Direktor der Abteilung für Didaktik der Mathematik.

Eine Bachelor- oder Master-Arbeit kann auch in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen geschrieben werden. Dann findet aber entweder die offizielle Betreuung am Mathematischen Institut statt oder die Ansprechperson im Unternehmen ist zufälligerweise habilitiert oder gar Professor/in und die im vorherigen Abschnitt beschriebene Ausnaheregelung ist möglich. Im ersten Fall ist erfahrungsgemäß eine gründliche Absprache zwischen dem/der offiziellen Betreuer/in der Arbeit und dem/der de-facto-Betreuer/in im Unternehmen notwendig.

Wie kommt man an eine Betreuerin / einen Betreuer und an ein Thema?

Am besten ist es, wenn Sie bereits eine Vorstellung davon haben, in welche Richtung Ihre Arbeit gehen soll bzw. in welchem Schwerpunktgebiet Sie Ihre Arbeit schreiben wollen. Dann können Sie gezielt Dozentinnen oder Dozenten ansprechen, die in dieser Richtung arbeiten oder in diesem Schwerpunktgebiet tätig sind. Schauen Sie dazu auf die Seiten Dozenten und Forschungsgebiete und Typische Studienabläufe in den Schwerpunktgebieten. Am besten machen Sie einen Sprechstundentermin aus. Dozentinnen oder Dozenten, bei denen Sie gerade eine Vorlesung hören oder ein Seminar besuchen, können Sie natürlich gerne am Rande der Veranstaltung ansprechen.

Falls Sie auf diesem Weg niemanden für die Betreuung Ihrer Arbeit finden, können Sie einen Antrag an das Prüfungsamt auf Zuteilung eine Betreuerin / eines Betreuers stellen. Dies ist aber eher ungewöhnlich.

Zwei-Hauptfächer-Bachelor:
Dadurch, dass der Studienplan wenig Wahlmöglichkeiten lässt, sind die Themen für Bachelor-Arbeiten etwas eingeschränkt. Sie können an die weiterführenden Vorlesungen in Algebra und Zahlentheorie, Elementargeometrie, Numerik oder Stochastik anschließen, eventuell auch an die Thematik des Proseminars, das Sie besucht haben. Manche Dozentinnen und Dozenten vergeben auch Themen, die auf den Grundvorlesungen in Analysis und Linearer Algebra aufbauen. Scheuen Sie sich nicht, Dozentinnen und Dozenten anzusprechen; nutzen Sie die Sprechstunden! Falls Sie Ihre Arbeit gerne in Mathematik schreiben wollen, aber keine rechte Vorstellung haben, wer Ihre Arbeit betreuen sollte, kann auch ein Gespräch mit der Studienberatung des Mathematischen Instituts sinnvoll sein.

Bachelor of Science:
Im Laufe des Studiums entwickeln Sie durch Ihre Pflicht- und Wahlpflichtveranstaltungen in der Regel eine Vorstellung davon, in welchem Schwerpuntkgebiete Ihre Arbeit angesiedelt sein sollte. In diesem Bereich sollten Sie dann idealerweise auch eine vertiefte Vorlesung hören und ein Seminar besuchen. Hilfreich ist die Seite Typische Studienabläufe in den Schwerpunktgebieten. Sprechen Sie gerne frühzeitig die Dozentinnen und Dozenten dieses Schwerpunktgebiets an. Es bietet sich unter Umständen an (wie in der alten Prüfungsordnung von 2012 noch verpflichtend vorgesehen), die Arbeit aufbauend auf einen Seminarvortrag zu schreiben. Dies muss aber keinswegs sein; vor allem, wenn kein passendes Semianr angeboten wird.

Master of Education:
Ihre Master-Arbeit können Sie in einem der beiden Fächer in Fachwissenschaft oder Fachdidaktik oder in den Bildungswissenschaften schreiben. Auch interdisziplinäre Arbeiten oder Arbeiten, die fachwissenschaftliche und fachdidaktische Aspekte verbinden, sind möglich. (Zeitweise gab es das Gerücht, man müsse die Master-Arbeit in dem anderen Fach als die Bachelor-Arbeit schreiben; dies stimmt nicht.)
Falls Sie Ihre Arbeit in Mathematik schreiben wollen, ist die Entscheidung wichtig, ob es in Fachdidaktik oder Fachwissenschaft sein soll, weil davon der Studienplan abhängt:

  • Für eine Arbeit in Fachdidakitk der Mathematik müssen Sie das Modul "Fachdidaktische Forschung" an der PH Freiburg absolvieren. Im Rahmen dieses Seminars werden Sie dann auch Ihre Betreuerin / Ihren Betreuer finden.
  • Eine fachwissenschaftliche Arbeit kann gut auf der vertieften Vorlesung oder auf einem im Modul "Mathematische Ergänzung" absolvierten Seminar aufbauen. Falls Sie schon wissen, in welchem Schwerpuntkgebiet Sie Ihre Arbeit schreiben möchten, lohnt es sich, die Dozentinnen und Dozenten dieses Gebiets anzusprechen: Dann können Sie anstelle des vertieften Vorlesung das Modul "Wissenschaftliches Arbeiten" absolvieren, in dem Sie sich in die Thematik der Master-Arbeit einarbeiten können.

Master of Education als Erweiterungsfach:
Für die "Hauptfachvariante" mit 120 ECTS-Punkten gilt das gleiche wie für den M.Ed.-Studiengang; für die "Nebenfachvariante" mit 90 ECTS-Punkten kann man sich an den Angaben zum Zwei-Hauptfächer-Bacheor orientieren.

Master of Science:
Studierende im Master of Science haben üblicherweise bereits einen guten Einblick in die Mathematik und eine Vorstellung davon, in welchem Schwerpunktgebiet sie sich spezialisieren wollen. Sinnvoll ist ein Blick auf die Seite Typische Studienabläufe in den Schwerpunktgebieten. Sprechen Sie gerne Dozentinnen und Dozenten am Rande von Vorlesungen und Seminaren an. Idealerweise arbeitet man sich im Vertiefungsmodul oder im Wahlmodul in einem Lesekurs "Wissenschaftliches Arbeiten" in die Thematik der Master-Arbeit ein.

Anmeldung der Arbeit

Die Anmeldung erfolgt schriftlich im Prüfungsamt mit dem dafür vorgesehenen Formular (auf der Prüfungsamtsseite unter "Formulare und Merkblätter" online verfügbar). Das Formular muss auch von der Betreuerin / dem Betreuer der Arbeit unterschrieben werden und danach unverzüglich beim Prüfungsamt abgegeben werden (Briefkasten vor dem Prüfungsamt oder per E-Mail).
Mit dem auf dem Anmeldeformular vermerkten Datum der Themenvergabe beginnt die Bearbeitungszeit.

Im B.Sc.-Stdiengang Mathematik nach "alter" Prüfungsordnung von 2012 muss die Anmeldung der Arbeit spätestens am Tag des Vortrags im Bachelor-Seminar erfolgen. In die umgekehrte Richtung gibt es keine Vorgaben: Der Vortrag kann beliebig lange nach Anmeldung der Arbeit erfolgen.

Bei der Anmeldung einer Bachelor- oder Master-Arbeit muss man bestätigen, mit den Regeln guter wissenschaftlicher Praxis vertraut zu sein. Diese Regeln sind auf der Prüfungsamtsseite unter "A bis Z", Stichwort "Regeln wissenschaftlicher Redlichkeit" nachzulesen .

Bei der Anmeldung wird das Thema der Arbeit festgelegt, der dazu angegebene Arbeitstitel kann später angepasst werden. Das Thema darf innerhalb gewisser Fristen einmalig geändert werden (siehe unter "Neues Thema").

Bei der Anmeldung der Arbeit können Sie mit Einverständnis der Betreuerin / des Betreuers beantragen, die Arbeit auf Englisch (oder einer anderen Sprache) zu schreiben.

Neues Thema / Verlängerung der Bearbeitungszeit

Ein Thema für eine Abschlussarbeit kann einmalig durch ein neues Thema ersetzt werden, ohne dass es als Fehlversuch zählt, wenn die "Rückgabe des Themas" innerhalb der folgenden Fristen geschieht:

  • 2-Hf.-Bachelor: zwei Wochen
  • B.Sc.: zwei Wochen
  • M.Ed.: vier Wochen
  • M.Sc.: zwei Monate
Die Rückgabe des Themas muss fristgerecht schriftlich dem Prüfungsamt mitgeteilt werden (und natürlich sollte das unbedingt vorher mit der Betreuerin / dem Betreuer besprochen werden). Ein neues Thema muss dann innerhalb von vier Wochen vergeben werden; die Bearbeitungszeit beginnt dann neu.

In begründeten Fällen kann der Fachprüfungsausschuss auf Antrag die Bearbeitungszeit verlängern, und zwar um folgende Maximalzeiten:

  • 2-Hf.-Bachelor: maximal sechs Wochen
  • B.Sc.: maximal anderthalb Monate
  • M.Ed.: maximal sechs Wochen
  • M.Sc.: maximal sechs Wochen
Wird die Verlängerung wegen Erkrankung beantragt, muss ein ärztliches Attest vorgelegt werden, "das die für die Beurteilung nötigen medizinischen Befundtatsachen enthält". Wird die Verlängerung beantragt, weil das Thema für die eigentlich vorgesehen Zeit zu umfangreich ist, muss die Betreuerin / der Betreuer ein Votum dazu abgeben.

Sprache, Formatierung und Ähnliches

Abschlussarbeiten müssen auf Deutsch geschrieben werden, es sei denn, man beantragt bei der Anmeldung der Arbeit mit Zustimmung der Betreuerin / des Betreuers, die Arbeit in einer anderen Sprache zu schreiben. Dies muss dann durch den Fachprüfungsausschuss genehmigt werden, die Begutachtung (mit eventuell Zweit- und Drittgutachten) muss sichergestellt sein und die Arbeit muss eine deutsche Zusammenfassung enthalten.
Es stellt normalerweise kein Problem dar, eine Arbeit auf Englisch zu schreiben. Französisch ist eventuell auch möglich; alle anderen Sprachen sind vermutlich schwierig.

Die Prüfungsordnung macht keine Vorgaben an den Seitenumfang oder die Formatierung einer Arbeit (also Schriftgröße, Zeilenabstand, Größe des Rands, Zitierstil, etc.). Bitte besprechen Sie alle diese Punkte mit der Betreuerin / dem Betreuer Ihrer Arbeit. Abhängig vom Thema gibt es sicher Vorstellungen der Betreuerin / des Betreuers über den Umfang der Arbeit; Formatierungsfragen sind erfahrungsgemäß dagegen eher zweitrangig. Üblich ist es allerdings, die Arbeit im DIN-A4-Format zu erstellen und das mathematische Textverarbeitungsprogramm LaTeX zu verwenden. (LaTeX ist nicht vorgeschrieben, macht das Leben aber leichter.)

Für das Titelblatt kann dieses Muster verwendet werden. Der Name des Betreuers kann, muss aber nicht auf dem Titelblatt erwähnt werden.
Für Bachelor- und Master-Arbeiten sowie interne Promotionen darf das Titelblatt mit Unilogo verwendet werden (allerdings ohne Änderungen am Corporate Design, also insbesondere hinsichtlich Größe und Position des Logos).

Abgabe der Arbeit und formale Anforderungen

Die Arbeit ist fristgerecht in zwei – bzw. im M.Sc.-Studiengang Mathematik in drei – gedruckten und gebundenen Exemplaren beim Prüfungsamt des Mathematischen Instituts abzugeben (persönlich, in den Briefkasten vorm Prüfungsamt oder per Post – dann gilt das Datum des Poststempels als Zeitpunkt der Einreichung).
Zusätzlich muss die Arbeit (vorzugsweise per E-Mail) als pdf-Datei abgegeben werden. In der Regel möchte auch die Betreuerin / der Betreuer die abschließende Version der Arbeit als pdf-Datei per E-Mail haben.

Zur Fristwahrung reicht die elektronische Abgabe; die gedruckten Exemplare müssen dann innerhalb der nächsten zwei Wochen nachgeliefert werden zusammen mit einer schriftlichen Versicherung, dass die gedruckte Version mit der pdf-Version übereinstimmt.

Bei der Einreichung der Arbeit muss man schriftlich versichern,

  1. dass man die eingereichte Arbeit selbständig verfasst hat,
  2. dass man keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt und alle wörtlich oder sinngemäß aus anderen Werken übernommenen Inhalte als solche kenntlich gemacht hat
  3. und dass die eingereichte Arbeit weder vollständig noch in wesentlichen Teilen Gegenstand eines anderen Prüfungsverfahrens ist oder war.
Lesen Sie genauen Anforderungen und den genauern Wortlaut unbedingt in der aktuellen Version des allgemeinen Teils des Prüfungsordnung nach; Änderungen sind möglich! (Die Prüfungsordnungen sind auf den Informationsseiten zu den Studiengängen verlinkt.)

Enthält die Arbeit einen Programmierteil, muss der zugehörige Programmiercode mit der Abageb der Arbeit als separate Datei elektronisch eingereicht werden. Vorab sollte man mit der Betreuerin / dem Betreuer klären, ob dies ausreichend ist, oder ob eine Ausdruckd es Programmiercose (ggf. als teild er Arbeit) erforderlich ist.

Präsentation der Arbeit

Eine Präsentation der Bachelor-Arbeit ist nur im B.Sc.-Studiengang nach neuer Prüfungsordnung von 2021 vorgeschrieben; eine Präsentation der Master-Arbeit nur im M.-Sc.-Studiengang. Die Präsentationen sind unbenotete Studienleistungen über 1 ECTS-Punkt im B.Sc.- und 3 ECTS-Punkte im M.Sc.-Studiengang.

Eine separate Anmeldng zur Präsentation ist weder schriftlich noch über HISinOne vorgesehen.

Die Präsentation der Bachelor-Arbeit sollte etwaa 30 Minuten lang sein, kann im gegenseitigen Einvernehmen aber auch länger dauern. Darüber hinaus gibt es keine formalen und zeitlichen Vorgaben, insbesondere nicht für die Präsentation von master-Arbeiten. Eine Präsentation darf schon vor Ende der Abgabe einer Arbeit stattfinden (sinnvollerweise nicht zu früh) und sollte nicht zu spät danach erfolgen. Sie kann als ein Extrem ein Gespräch mit Betreuer/in und Beisitzer/in in einem Büro sein oder als anderes Extrem aus einem ordentlichen Vortrag in einem Ober- oder Projektseminar bestehen. Sowohl der Termin als auch die näheren Umstände müssen mit der Betreuerin / dem Betreuer abgesprochen werden.

Begutachtung

Eine Abschlussarbeit wird von dem/der offiziellen Betreuer/in begutachtet und bewertet. In machen Fällen gibt es auch eine/n zweite/n Gutachter/in, und zwar immer im M.Sc. Mathematik und in Ausnahmefällen im M.Ed.
(Diese Ausnahmefälle sind: bei interdisziplinären Arbeiten; bei Arbeiten mit externer Betreuung, es sei denn, es handelt sich um eine an der PH Freiburg betreute fachdidaktische Arbeit, für die es nur ein Gutachten gibt).
Der/die Zweitgutachter/in wird vom zuständigen Prüfungsamt bestellt, in der Regel auf Vorschlag der Betreuerin / des Betreuers – darum muss man sich als Studierende/r nicht kümmern.

Die Dauer der Begutachtung sollte sechs Wochen nicht überschreiten. Wenn Sie das Gutachten eilig brauchen (z.B. wegen Einschreibung in einen Master-Studiengang oder Antritt einer Arbeitsstelle), besprechen Sie dies bitte möglichst frühzeitig mit der Betreuerin / dem Betreuer. Sollte sich die Begutachtung verzögern, sprechen Sie bitte Ihre Betreuerin / Ihrem Betreuer und das Prüfungsamt an.

Falls es nur ein Gutachten gibt und dieses die Arbeit als bestanden wertet, ist die Note des Gutachtens die Note für die Arbeit. Bewertet das Gutachten die Arbeit als nicht bestanden, wird vom Fachprüfungsausschuss ein Zweitgutachten bestellt. Bewertet das Zweitgutachten die Arbeit ebenfalls als nicht bestanden, ist die Arbeit nicht bestanden. Bewertet das Zweitgutachten die Arbeit als bestanden mit Note x, wird vom Fachprüfungsausschuss ein Drittgutachten bestellt, das die endgültige Note y mit x ≤ y ≤ 5,0 festlegt und damit insbesondere festlegt, ob die Arbeit bestanden ist oder nicht.
Falls es zwei Gutachten gibt, ist das auf eine Nachkommastelle abgerundete arithmetische Mittel der beiden Einzelnoten die Note für die Arbeit, es sei denn, die beiden Einzelnoten x1 und x2 weichen um mindestens zwei Notenstufen voneinander ab. (Notenstufen sind "sehr gut", "gut", etc. – es geht also nicht um die Differenz der beiden Noten.) In diesem Fall wird vom Fachprüfungsausschuss ein Drittgutachten bestellt, das die endgültige Note y mit min{x1,x2} ≤ y ≤ max{x1,x2} festlegt und ggf. damit insbesondere festlegt, ob die Arbeit bestanden ist oder nicht.

Wiederholung einer Abschlussarbeit

Eine Abschlussarbeit kann im Falle des Nichtbestehens genau einmal wiederholt werden. Dazu muss man spätestens zwei Monate nach dem Bescheid über das Nichtbestehen die Wiederholungsarbeit anmelden oder einen Antrag auf Vergabe eines neuen Themas stellen.

Der Wiederholungsversuch kann von einer anderen Person betreut werden und das Thema kann aus einem anderen Schwerpunktgebiet der Mathematik stammen. Die Wiederholung einer Arbeit im 2-Hf.-Bachelor bzw. M.Ed. muss allerdings im gleichen Fach erfolgen.

Eine Rückgabe des Themas ist im Wiederholungsfall nur erlaubt, wenn von dieser Möglichkeit im Erstversuch noch nicht Gebrauch gemacht wurde.

Anschlussstudium: Was ist zu beachten?

Master an der Universität Freiburg

Generell gilt an der Universität Freiburg, dass für die Bewerbung für einen Master-Studiengang der zugrundeliegende Bachelor-Studiengang noch nicht abgeschlossen sein muss. Wichtig: Die Bewerbungsfrist (in Mathematik 15. Juli bzw. 15. Januar – Stand 2022) darf keinesfalls verpasst werden, völlig unabhängig vom Stand der Bachelor-Arbeit!
Für die Einschreibung muss das Bachelor-Studium allerdings abgeschlossen sein. Für Freiburger Bachelor-Absolvent/inn/en reicht es, wenn der Abschuss des Bachelor-Studiums in HISinOne dokumentiert ist; das Zeugnis muss noch nicht unbedingt vorliegen. (Auswärtige Bewerber brauchen zur Einschreibung das Zeugnis.)
Für die Einschreibung wird normalerweise eine Frist Anfang Oktober für das Winter- bzw. Anfang April für das Sommersemester gesetzt. Diese Frist kann aber in Absprache mit dem Studierendensekrektariat bis etwa Ende der zweiten Vorlesungswoche verlängert werden, wenn zum Beispiel die Gutachten der Bachelor-Arbeit noch ausstehen.
(Eine Einschreibung unter Vorbehalt ist nicht möglich – das gab es nur während der Corona-Pandemie für den Fall, dass sich der Abschluss des Bachelor-Studiums aus corona-bedingten Gründen verzögert hat.)

Konkret bedeutet dies für Freiburger Studierende, die an der Uni Freiburg einen Master-Studiengang anschließen wollen: Wenn es knapp wird, sollte man sich zum Folgesemester in den Bachelor-Studiengang rückmelden und die Anmeldung der Bachelor-Arbeit so planen, dass das Gutachten spätestens zu Beginn der Vorlesungszeit vorliegt, um sich dann in den Master umschreiben zu können. Wieviel Zeit die Betreuerin / der Betreuer für das Gutachten braucht, sollte man mit ihr/ihm vorher absprechen. Das Prüfungsamt braucht in der Regel nur einen Tag, um die Note in HISinOne einzutragen, ist aber möglicherweise nicht täglich besetzt.
Möchte man die Arbeit zum Beispiel in dem Monaten Juni, Juli und August schreiben, reichen die für das Gutachten vorgesehenen sechs Wochen, um sich anschließend Mitte Oktober in den Master umschreiben zu können. Möchte man die Arbeit dagegen in dem Monaten Juli bis September schreiben, muss das Gutachten innerhalb von zwei bis drei Wochen erstellt werden, damit noch eine rechtzeitige Ein- bzw. Umschreibung erfolgen kann: Das geht nur nach vorheriger Absprache mit der Betreuerin / dem Betreuer!

Master an anderen Hochschulen

Für eine Einschreibung an anderen Hochschulen muss in der Regel das Zeugnis vorliegen und es müssen natürlich die Einschreibefristen der jeweiligen Hochschule beachtet werden, die möglicherweise deutlich früher enden. Man kann daher schwerlich eine allgemeinen Zeitplan angeben. Außerdem braucht auch das Prüfungsamt mehr Zeit, um das Zeugnis zu erstellen und unterschreiben zu lassen, insbesondere wenn die typische Sommerferienzeit betroffen ist. Einige wenige Hochschule ermöglichen eine Einschreibung unter Vorbehalt; das muss man aber mit der Hochschule klären.