Zur Geschichte der Mathematik an der Universität Freiburg

Typus Arithmeticae aus der Margerita Philosophica Zettelkasten Uni Freiburg Büste Ferdinand Lindemann Stolpersteine für Alfred und Therese Loewy

Mathematik im Freiburger Universitätssystem

Darstellung der Geometrie
'Die Geometrie' am
Freiburger Münster

In der Frühzeit der Universitäten wurden zunächst an der sogenannten Artistenfakultät die „sieben freien Künste“ (Artes Liberales) studiert: das Trivium der drei sprachlichen Fächer Grammatik, Logik und Rhetorik und anschließend das Quadrivium der vier mathematischen Fächer Arithmetik, Geometrie, Harmonielehre und Astronomie. Danach wählte man eine der „höheren Fakultäten“ Jura, Medizin oder Theologie.
Aus der Logik (in diesem Zusammenhang meist mit ihrem alten Namen „Dialektik“ bezeichnet) entwickelte sich die Philosophie als Universitätsdisziplin, und aus der Artistenfakultät wurde die Philosophische Fakultät. An ihr wurden Mathematik und Naturwissenschaften gelehrt, die sich allmählich aus Arithmetik, Geometrie und Astronomie herausbildeten. Diese Grundstruktur bestand in Baden bis 1837 fort. Erst 1910 wurde in Freiburg die alte Philosophische Fakultät aufgeteilt in die Philosophische Fakultät und die Naturwissenschaftlich-Mathematische Fakultät.

Vorlesung um 1500
Vorlesung in Freiburg um 1500

Von ihrer Gründung 1457 an wurde also an der Universität Freiburg Mathematik unterrichtet. Der erste Dozenzt war Magister Johann Kerer, der ab Aufnahme des Lehrbetriebs 1460 Vorlesungen über Mathematik hielt. Von einem Mathematikstudium im modernen Sinne ist man aber weit entfernt: Der mathematische Unterricht dürfte im Wesentlichen aus höherer Rechenfertigkeit und Geometrie bestanden haben. Die Professoren der Philosophischen Fakultät waren in der Frühzeit noch Universalisten und wechselten häufig die Lehrstühle und Universitäten. Vollständige Namenslisten gibt es nicht. [Gericke 1955] führt einige Freiburger Mathematikprofessoren der ersten drei Jahrhunderte auf, deren bedeutendster Erasmus Oswald Schreckenfuchs (1511–1575) sein dürfte.

Astronomische Uhr von Thaddäus Rinderle
Thaddäus Rinderle
Astronomische Uhr

Für die Zeit ab etwa 1750 liegen im Großen und Ganzen vollständige Namenslisten der Mathematikprofessoren vor. Während es Anfang des 18. Jahrhunderts fünf Professuren an der Philosophischen Fakultät gab (für Geschichte, Logik, Mathematik, Physik und Rhetorik), wurden in der zweiten Hälfte des Jahrunderts weitere Professuren eingerichtet, u.a. eine für Angewandte Mathematik. Darunter war damals allerdings eher angewandte Physik und Ingenieurwesen zu verstehen. Gelehrt wurden z. B. Vermessungswesen und Militärarchitektur. Unter Mathematik fielen die alten Teildisziplinen Arithmetik und Geometrie, ergänzt durch neuere Entwicklungen wie Algebra, Rechnen mit Logarithmen und Trigonometrie. Differentialrechnung dagegen wurde noch nicht unterrichtet. Immer noch wechselten die Professoren zwischen den Lehrstühlen (so etwa Steinmeyer zwischen Logik und Metaphysik, Mathematik und Physik), allerdings waren die Verhältnisse schon stabiler. Die Universität verfügte zudem über eine Sammlung mathematischer und physikalischer Instrumente, die 1759 einen eigenen Saal bekam und laut [Schneider 2006] „schon eine Art Institut darstellte“, aber anscheinend auch von der Bevölkerung als eine Art Museum genutzt wurde.

Sammlung Geometrischer Modelle
Geometrische Modelle

1837 gab es in Baden eine einschneidende Studienreform: Der elementare Unterricht der Philosophischen Fakultät wurde an die Gymnasien verlagert, und mit dem Abitur war nun ein Studium an einer der Fakultäten ohne das vorherige verpflichtende „Grundstudium“ an der Philosophischen Fakultät möglich. Dadurch entstand ein Bedarf an Fachlehrern an den Gymnasien. In der Folge wurde neben anderen Fächern auch Mathematik als eigenständiges Studienfach etabliert. Mit dieser Studienreform war zunächst ein massiver Rückgang der Studierendenzahlen verbunden: Weniger als 20 der nur noch ca. 250 Freiburger Studierenden waren an der Philosophischen Fakultät eingeschrieben; in den Hochzeiten davor waren es etwa ein Viertel der über 600 Studierenden und es gab bis zu 100 Hörer in den Mathematikvorlesungen.
Gleichzeitig wirkten in dieser Zeit auch die preußischen Reformideen und die Entwicklungen in der Mathematik (Vorbild Gauß): Aus den Mathematikprofessoren wurden allmählich mathematische Forscher. In dieser Übergangszeit war von 1836 bis 1869 Ludwig Oettinger Professor für Mathematik. Seiner Initiative ist die Gründung des Seminars für Mathematik und Naturwissenschaften zu verdanken, Vorgänger des Mathematischen Instituts.

Paul du Bois-Reymond
Paul du Bois-Reymond

Als erster Freiburger Mathematikprofessor im modernen Sinn dürfte Paul Du Bois-Reymond anzusehen sein (der Bruder des berühmte Physiologen Emil Du Bois-Reymond), der von 1870 bis 1874 in Freiburg wirkte. Er hat in Königsberg und Berlin studiert und brachte die damals moderne Mathematik nach Freiburg. Danach begann man auch in Freiburg das Mathematikstudium mit Vorlesungen über Differential- und Integralrechnung und über Analytische Geometrie, auf die höhere Vorlesungen folgen. Neben Du Bois-Reymond lehrte ab 1872 Ludwig Kiepert als außerordentlicher Professor; erst 1894 wurde ein zweites Ordinariat für Mathematik eingerichtet. 1923 kam eine „planmäßige außerordentliche Professur“ für Angewandte Mathematik (nun im modernen Sinn) hinzu, aus der 1954 ein drittes Ordinariat wurde. Die Anzahl der Professuren ist dann bis in die 70er Jahre hinein angestiegen auf etwa 16 und seitdem im Wesenlichen stabil.

48. Breitengrad
Fast auf dem 48. Breitengrad:
Das Mathematische Institut

Wie berichtet wurde 1846 das mathematisch-naturwissenschaftliche Seminar gegründet. Aus diesem Seminar haben sich allmählich Einrichtungen für die Einzeldisziplinen entwickelt; 1902 entstand dann aus dem Mathematischen Kabinett und dem Mathematischen Seminar das Mathematische Institut.
Obwohl Lindemann 1882 in Freiburg die Transzendenz von π bewies, erlebte das Mathematische Seminar erst durch das Wirken von Lüroth einen Aufschwung, und erst mit dem Wirken von Alfred Loewy und seinem Kreis (u.a. Baer, Krull, Scholz) spielte Freiburg in der mathematischen Forschung eine größere Rolle (vgl. [Remmert 2001]).

Darstellung der Mathematik am Institutsgebäude, Hebelstraße 40
Institutsgebäude 1901
Darstellung der Mathematik

1897 wurde innerhalb der Philosophischen Fakultät eine mathematisch-naturwissenschaftliche Sektion eingerichtet, 1901 „zogen Geologie, Mineralogie, Geographie und Mathematik in das neuerbaute Institutsgebäude, Hebelstraße 40“ [Gericke 1955, S. 80], und 1910 wurde die Sektion zur Naturwissenschaftlich-Mathematischen Fakultät. In ihrem ersten Jahr hatte sie knapp 300 Studierende. Von 1922 bis 1944 war das Mathematische Institut in der Alten Universität untergebracht, ab 1951 wieder im vorherigen Institutsgebäude. 1970 wurde die Naturwissenschaftlich-Mathematische Fakultät mit nun knapp 3000 Studierenden in mehrere Einzelfakultäten getrennt, und aus dem Mathematischen Institut wurde die Mathematische Fakultät. 1996 bezog sie ein eigenes Gebäude im ehemaligen Arbeitsamt. 2002 gab es eine erneute Universitätsreform: Die Mathematik wurde nun wieder als Mathematisches Institut Teil der Fakultät für Mathematik und Physik; die bisher eigenständigen mathematischen Institute wurden zu Abteilungen.

Abteilungen und Einrichtungen

Die Abteilung für Reine Mathematik ist die größte des Instituts. Sie ist Nachfolgerin des alten Mathematischen Instituts und umfasst alle Professuren, die nicht zuvor zu eigenen Instituten oder Abteilungen gehörten.

Von den heutigen vier kleineren Abteilungen des Mathematischen Instituts ist die Abteilung für Angewandte Mathematik die älteste. Sie wurde 1944 von Henry Görtler als Institut für Angewandte Mathematik etabliert, nachdem die Angewandte Mathematik als Gebiet schon seit 1914 durch einen Privatdozenten vertreten war. Von 1957 bis 1977 war zudem das Institut für Angewandte Mathematik und Mechanik der Deutschen Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt an die Universität Freiburg angegliedert.

Ab 1898 wurde im Geiste Felix Kleins für die Didaktik-Ausbildung ein Lehrauftrag an einen „erfahrene[n] Schulmann“ [Gericke 1955] erteilt. Diese Tradition besteht bis heute fort; für drei bis sechs Jahre wird ein Lehrer/eine Lehrerin an die 1953 eingerichtete Abteilung für Elementarmathematik und Didaktik (heute Abteilung für Didaktik der Mathematik) abgeordnet.

Auf Anregung Lüroths entstand 1906 das „Versicherungswissenschaftliche Seminar“; die versicherungsmathematischen Vorlesungen hielt Loewy. Das Seminar war ein Vorläufer der Abteilung für Mathematische Stochastik, die 1958 als Abteilung für Mathematische Statistik gegründet wurde. Dietrich Morgenstern kam 1962 auf den ersten Lehrstuhl für Mathematische Statistik nach Freiburg und machte aus der Abteilung ein eigenes Institut.

Die jüngste noch bestehende Abteilung ist die Abteilung für Mathematische Logik: Hans Hermes wurde 1966 aus Münster auf den neu eingerichteten Lehrstuhl für Mathematische Logik und Grundlagen der Mathematik berufen (dem zweiten seiner Art in Deutschland) und baute die damals gleichnamige Abteilung auf. Auch dieses Gebiet hatte mit Zermelo einen Vorgänger.

1987 gründete die Fakultät für Mathematik ein Institut für Informatik, das 1994 in der neuen Fakultät für Angewandte Wissenschaften (heute: Technische Fakultät) aufging.

Ebenfalls aus der Mathematik hervorgegangen, genauer aus dem Institut für Angewandte Mathematik uind Mechanik, ist das Rechenzentrum der Universität Freiburg. 1958 wurde dem Institut von der Deutschen Forschungsgemeinschaft eine Zuse 22 als erster Großrechner zur Verfügung gestellt. Theodor Fromme, einer der Programmierer der Z22, war bereits 1951 Gast im Mathematischen Kolloquium.

Eng verbunden mit dem Mathematischen Institut der Universität Freiburg war lange Zeit das 1944 von Wilhelm Süss gegründete Mathematische Forschungszentrum Oberwolfach. Zunächst wurde „Oberwolfach“ vom Mathematischen Institut aus verwaltet; bis 1994 waren die Direktoren ausschließlich Profesoren aus Freiburg. In neuerer Zeit hat sich das MfO zunehmend emanzipiert und gehört seit 2005 der Leibniz-Gemeinschaft an.

Abschließend sei noch der bedeutende Lehrexport des Mathematischen Instituts für andere Studienfächer erwähnt, der sich bereits bei Du Bois-Reymond findet, dessen Vorlesungen zur „niederen Mathematik“ (u.a. über Geschäftsrechnen) auch für „Cameralisten“ gedacht waren. Die heutigen Logik-Vorlesungen für die Informatik und für die Philosophie schließen gewissermaßen den Kreis zu den Anfängen der Universität in den sieben freien Künsten.

Gebäude der Mathematik

Zunächst befand sich die Artistenfakultät in der „Pfauenburse“ am Standort der heutigen „Alten Universität“ in der Bertoldstraße.
Einzelne Bürgerhäuser wurden hier nach und nach zu einem größeren Ensemble vereinigt, später kurz „die Burse“ genannt (Nummer 27 auf dem Sickingerplan von 1589).

Auch nach den Neubauten 1570 und 1725 kann man am Fassadenverlauf der Alten Universität die Zusammensetzung aus ehemals einzelnen Häusern gut erkennen: Die Pfauenburse lag zwischen Universitätskirche und der am Treppengiebel erkennbaren alten Brandmauer (siehe Foto unten).
Ausschnitt Stadtplan 1589

1578 zog die damals noch kleine Universität in zwei Häuser am Rathausplatz, die (nach erheblichen Umbauten um 1900) heute das „Neue Rathaus“ der Stadt Freiburg bilden.

Hier war bis 1876 das „mathematisch-physikalische Kabinett“ untergebracht, eine Sammlung mathematischer und physikalischer Instrumente, von denen noch einige im Uniseum zu besichtigen sind.
Neues Rathaus

Nach Aufhebung des Jesuitenordens 1773 übernahm die Universität das an Stelle der Burse erbaute Jesuitenkolleg als ihr Hauptgebäude, und auch die Mathematik bekam dort Räume. Heute heißt die Anlage „Alte Universität“ und beherbergt derzeit das Uniseum und das University College Freiburg.
Alte Universität

1901 erfolgte der Umzug in ein neu errichtetes Institutsgebäude in der Hebelstraße 40 (jetzt Albertstraße 23b), zusammen mit Geologie, Mineralogie und Geographie. In dem heutigen Geologischen Institut befindet sich nach wie vor einer der Hörsäle der Mathematik.

1922–44 ist die Mathematik wieder in der Alten Universität, danach kriegs- und zerstörungsbedingt an verschiedenen Orten und ab 1951 wieder im Institutsgebäude untergebracht.
Geologisches Institut

Die Abteilung für Angewandte Mathematik (und zunächst auch die Abteilung für Mathematische Logik) zieht 1969 in den Neubau in der Hermann-Herder-Straße 10; dort sitzt bis heute der Großteil ihrer Mitarbeiter. In diesem Gebäude befindet sich auch das Rechenzentrum der Universität Freiburg, das als Teil des Instituts für Angewandte Mathematik entstanden ist.

Weitere Abteilungen und Institute sind zunächst auf verschiedene Orte verteilt.
Rechenzentrum (1969)

1996 kommen alle Abteilungen und Institute bis auf die „Angewandte Mathematik“ im ehemaligen Arbeitsamt in der Eckerstraße 1 unter.
Mathematisches Institut

2018 wurde die Eckerstraße in Ernst-Zermelo-Straße umbenannt.
Straßenschild

Besonderes aus der Forschung

Lindemann und die Quadratur des Kreises:

Ernst Zermelo in Freiburg:
  • Heinz-Dieter Ebbinghaus: „Ernst Zermelo, der Schöpfer der axiomatischen Mengenlehre“ aus: „550 Jahre Albert-Ludwigs-Universität Freiburg“, Band 4: Wegweisende naturwissenschaftliche und medizinische Forschung. Herausgegeben von Christoph Rüchardt, Verlag Karl Alber, Freiburg/München 2007 – nur intern zugänglich.

Professoren 1457–1773 (Auswahl)

Die Professoren für Mathematik aus den ersten drei Jahrhunderten sind nur unvollständig bekannt; sie haben zudem oft Lehrstühle und Universitäten gewechselt und waren nicht im eigentlichen Sinne Mathematiker. Wenn ein spezifisches wissenschatfliches Interesse vorlag, galt es häufig eher der Astronomie.

Johannes Kerer (* 1430 in Wertheim; † 1506 in Augsburg)
  • Studium der Artes Liberales in Heidelberg
  • 1457–1474 Professor in Freiburg an der neu gegründeten Universität, lehrte als Erster Mathematik an der Universität Freiburg
  • Nach 1474 Freiburger Münsterpfarrer, 1481 Promotion in Jura, 1481/82 Rektor der Universität Freiburg, ab 1493 Weihbischof in Augsburg
  • Wikipedia
  • Gründete die Studentenburse Collegium Sapientiae (damals Herrenstraße, heute mit der KHG in der Lorettostraße)
Epitaph Johannes Kerer
Epitaph des Johannes Kerer in der Universitätskirche Freiburg
Erasmus Oswald Schreckenfuchs (* 1511 in Merckenstein; † 1575 in Freiburg)
  • Vermutlich Studium in Basel; Schüler von Sebastian Münster
  • 1552–1575 Professor für Mathematik und Hebräisch in Freiburg, 1563/64 Rektor der Universität Freiburg
  • WikipediaMathematics Genealogy Project
  • Nachfolger wurde sein Sohn Laurentius Schreckenfuchs
Kupferstich Erasmus Oswald Schreckenfuchs
Abbildung aus: Jean-Jacques Boissard 'Bibliotheca chalcographica'
Quelle: Wikimedia Commons (Lizenzangaben siehe dort)
Christoph Scheiner (* 1573 in Markt Wald; † 1650 in Neisse)
  • 1620–1621 Professor für Mathematik an der Universität Freiburg;
    erster jesuitischer Mathematikprofessor in Freiburg, nachdem die Philosophische Fakultät 1620 vom Jesuitenorden übernommen wurde
  • Wikipedia
  • Berühmter Astronom, gilt als Mitentdecker der Sonnenflecken
Portrait Christoph Scheiner
Christoph Thomas Scheffler: Portrait von Christoph Scheiner (Ausschnitt)
Quelle: Wikimedia Commons (Lizenzangaben siehe dort)

Professoren 1773–1870

Die Professoren der Mathematik an der Universität Freiburg in chronologischer Reihenfolge ab 1773 (Aufhebung des Jesuitenordens):

Ignaz Zanner (* 1725 in Eichstätt; † 1801 in Freiburg)
  • 1759–1777 (oder 1779?*) Professor für Mathematik (danach für Physik); 1779/80 Rektor der Universität Freiburg
  • Einer der wenigen Jesuiten, die nach Auflösung des Jesuitenordens, der zuvor fast alle Professoren der Fakultät gestellt hatte, weiter an der Universität unterrichten durften.
  • Betreute die mathematisch-physikalische Sammlung, die 1759 einen eigenen Saal erhielt und eine Art frühe Form eines mathematische-physikalischen Instituts innerhalb der Universität darstellte. Restbestände der Sammlung, darunter eine von Zanner konzipierte astronomische Uhr, sind im Uniseum zu sehen.
Astronomische Uhr nach Ignaz Zanner im Uniseum Freiburg
Astronomische Uhr nach Ignaz Zanner im Uniseum Freiburg
* [Gericke 1955] und [Schreiber 1860] differieren hier in ihren Angaben.
Philipp Steinmeyer (* 1710 in Würzburg; † 1797 in Freiburg)
  • 1750–1753 Professor für Mathematik, 1778 (oder 1780?*)–1792 für Reine Mathematik; 1783/84 Rektor der Universität Freiburg
  • War zwischenzeitlich Professor für Logik und Metaphysik; wurde nach der Auflösung des Jesuitenordens 1773 zunächst entlassen, 1775 aber als Professor für Physik wieder eingestellt.
  • Deutsche Biographie
  • Brachte die Auffassungen von Christian Wolff (der stark von Leibniz beeinflusst war) nach Freiburg. Dazu [Schreiber 1860]:
    Allerdings mußte er [Wolf's Werke], die ihm von treuen Freunden zugesteckt wurden, in dem Strohsack seines Bettes verbergen, und im größten Geheimniß den Hallischen Philosophen selbst um briefliche Lösung einzelner Zweifel bitten. Durch die Aufhebung seines Ordens (1773) wurde er endlich von dieser Geistestirannei befreit.
Philipp Steinmeyer 'Institutiones Logicae Eclecticae', Titelblatt
Abbildung: Philipp Steinmeyer 'Institutiones Logicae Eclecticae', Freiburg 1771, Titelblatt
Quelle: Universitätsbibliothek Freiburg i. Br. / B 2226, Lizenz: creative commons BY-SA 3.0 DE
* [Gericke 1955] und [Schreiber 1860] differieren hier in ihren Angaben.
Paris Guiliani (aus Innsbruck)
  • 1776–77 aushilfsweise Professor für Mathematik
Johann Baptist Eberenz (* 1723 in Saspach; † 1788 in Freiburg)
  • 1778–1788 Professor für Angewandte Mathematik (zuvor für Baukunst und für Mechanik), gleichzeitig Wasserbaudirektor und Rheininsel-Inspektor, 1771/72 Rektor der Universität Freiburg
  • Deutsche Biographie
  • Hielt folgende Vorlesungen: „1. Mechanik, 2. Theorie der Schwerkraft, 3. Mühlenbaukunst, 4. Hydrostatik, 5. Hydraulik,6. Wasserleitungskunst, 7. Aerometrie, 8. Optik, 9. Dioptik, 10. Catoptik, 11. Perspektive, 12. Sternkunde, 13. Geographie, 14. Schiffahrt, 15. Sonnenuhrenkunst, 16. Zeitrechnung.“ [Gericke 1955, S. 46]
  • Eberenz hat auch ein Algebra-Buch verfasst, darin mit dem Begriff der irrationalen Zahl allerdings einige Schwierigkeiten, wie Gericke an einem Beispiel darlegt.
Thaddäus Rinderle (* 1748 in Staufen; † 1824 in Freiburg)
  • 1788–1818 Professor für Angewandte Mathematik, 1792–1795 auch für Reine Mathematik
  • Zunächst Benediktinerpater u. a. in St. Peter im Schwarzwald. Wohl der letzte Mönch unter den Freiburger Mathematikern; soll auch als letzter Freiburger Professor Vorlesungen in Mönchskleidung gehalten haben.
  • Badische BiographienWikipedia
  • Scheint eine hervorragende Begabung für Arbeiten der praktischen Mechanik gehabt zu haben [...] beschäftigte er sich mit der Anfertigung von allerlei mechanischen Kunstwerken, deren sinnreiche Ausführung ihm 1788 eine Professour für Mathematik in Freiburg verschaffte [...] Wissenschaftliche Arbeiten von ihm sind nicht vorhanden.“ (Lüroth in: Badische Biografien, s. o.)
  • Weiteres aus Rinderles Leben und Wirken in der Rede von Julius Schneller anlässlich der Akademischen Todesfeier für Thaddäus Rinderle, 1826
  • Die Inschrift auf seinem Grab lautet:
    Vieles hat er bestimmt mathematisch mit Ziffer und Buchstab.
    Aber die Stunde des Tods bleibt unbekannter als X.
  • Seine astronomische Uhr befindet sich im Furtwanger Uhrenmuseum. In seiner Geburtsstadt Staufen ist die Grundschule nach ihm benannt.
Grab von Thaddäus Rinderle auf dem Alten Friedhof in Freiburg Grab von Thaddäus Rinderle
Alter Friedhof in Freiburg
Andreas Seipel (aus Konstanz)
  • 1795–1819 zunächst provisorischer Lehrer für Reine Mathematik, später außerordentlicher Professor
  • [Gericke 1955, S. 47f] schreibt: „Er muß in dieser Stellung recht unglücklich gewesen sein. Sehr bald hatte er sich sowohl mit den Studenten wie mit der Fakultät überworfen.
Carl Heribert Ignatius Buzengeiger (* 1771 in Tübingen; † 1835 in Freiburg)
  • 1819–1835 Professor für (Reine und Angewandte) Mathematik
  • Deutsche BiographieBadische BiographienWikipediaMathematics Genealogy Project
  • Buzengeiger war vermutlich der erste der Freiburger Mathematikprofessoren mit wissenschaftlichen Veröffentlichungen im Bereich der Mathematik. Er hat eine Einfache und kurze Darstellung der Differential-Rechnung geschrieben, und laut [Gericke 1955] „einzelne Arbeiten über Binomialkoeffizienten, Kettenbrücke, [...] rechtwinklige sphätrische Dreiecke.“ Die Arbeiten, mit denen er sich in der Freiburger Zeit beschäftigt haben soll, sind aber nicht publiziert worden.
  • Karl Feuerbach, der Entdecker des Feuerbach'schen Kreises, war sein Schüler. Zu dessen Veröffentlichung hat er ein vom historischen Standpunkt aus lesenswertes Vorwort geschrieben, in dem er deutlich macht, dass er sich als einen mathematischen Forscher um der Forschung willen begreift:
    Und so ist man eben auf dem Punkt, gestehen zu müssen, daß man zwar keinen Begriff habe, wie die Mathematik noch eine Epoche haben könne, die in ihrer Wirkung einer der bisherigen gleiche; allein das war wohl immer der Fall, ehe eine neue eintrat. [...] Immer bleibt aber dieses Studium an sich gut, edel und fürs ganze Leben vom wichtigstem Einfluß; daher soll dies Niemand abhalten, sich demselben zu widmen. Zudem bleibt das Gebiet dieser Wissenschaft immer doch unerschöpflich, und es läßt sich noch unendlich viel machen, das des Dankes der Zeitgenossen und der Nachkommen werth ist [...]
  • Buzengeiger's Charakter wird als ein überaus liebenswürdiger geschildert, namentlich sein Witz sei von elektrisierender Wirkung gewesen.“ [M. Cantor in: Deutsche Biographie, s. o.]
Grab von Carl Buzengeiger auf dem Alten Friedhof in Freiburg Grab von Carl Buzengeiger
Alter Friedhof in Freiburg
Ludwig Oettinger (* 1797 in Edelfingen an der Tauber; † 1869 in Freiburg)
  • 1836–1869 Professor für Mathematik; 1846/47, 1850/51 und 1862/63 Prorektor der Universität Freiburg.
    Vermutlich der letzte Freiburger Mathematikprofessor, der auch und zunächst Theologe war.
  • Deutsche BiographieBadische BiographienWikipediaMathematics Genealogy Project
  • Oettinger hat als Erster der Freiburger Mathematikprofessoren in heutiger Weise publiziert: Das Zentralblatt listet 39 Einträge zwischen 1834 und 1868, davon 36 Artikel in Crelles Journal. Cantor in seinem Beitrag zur Deutschen Biographie (s. o.) kritisiert allerdings:
    [...] die 'Untersuchungen über die analytischen Facultäten' [...] darf man dagegen nur mit Vorsicht lesen, da die Benutzung unendlicher Reihen sowie manche Grenzübergänge als leichtfertiger bezeichnet werden müssen, als der Mathematiker sie sich gestatten darf.“
    Lüroth (Badische Biographien, s. o.) schließt sich an:
    Auch steht in einigen späteren [Arbeiten] Oettinger nicht auf dem Standpunkt der Strenge, der doch um 1850 in Deutschland (und schon früher in Frankreich) allgemein als nöthig anerkannt wurde. Bleibenden Werth haben seine fleißigen und scharfsinnigen Untersuchungen über gewisse Glücksspiele und über Staatsanleyen, sowie überhaupt seine Arbeiten über politische Arithmetik.
  • Oettinger war u.a. zeitweise „Beirath in Gewerbschulsachen“ der Kreisregierung in Freiburg und Leiter des Obereichamts Freiburg.
Hubert Müller (* 1840 in Gießen; † 1927 in Freiburg)
  • 1866–1870 Privatdozent und 1870 außerplanmäßiger Professor für Mathematik
  • [Gericke 1955] „1866 wurde er auf Grund einer Abhandlung über Kurvensysteme ersten und zweiten Grades in Freiburg promoviert und zugleich habilitert.“ – „Er ist als Verfasser von Schullehrbüchern bekannt geworden.“
  • Mathematics Genealogy Project

Professoren 1870–1945

Aufgeführt sind die besoldeten Professoren (ordentliche, außerordentliche und Honorarprofessoren).
Privatdozenten, teils mit dem Titel „außerordentlicher Professor“, aber ohne entsprechende Anstellung, waren in dieser Zeit (ggf. mit Link zu Wikipedia): Hans von Mangoldt (1881–82), Jakob Horn (1890–92), Wolfgang Krull (1922–28), Heinrich Kapferer (1926–41), Reinhold Baer (1928), Arnold Scholz (1930–34), Wilhelm Maier (1937).

In den folgenden Beschreibungen sind nur einige Besonderheiten aufgeführt, häufig mit Bezug zu Freiburg. Sie enthalten keine Würdigung des mathematischen Werkes, die man aber unter den angegeben Links findet.

Paul Du Bois-Reymond (* 1831 in Berlin; † 1889 in Freiburg)
  • 1870–74 ordentlicher Professor für Mathematik
  • Du Bois-Reymond wurde bei Kummer in Berlin promoviert. Nach seiner Freiburger Zeit war er Professor in Tübingen und an der TH Berlin und Doktorvater von u. a. Otto Hölder.
  • Deutsche BiographieWikipediaMathematics Genealogy ProjectMacTutor
  • Unter Du Bois-Reymond begann das moderne Mathematikstudium in Freiburg.
Paul du Bois-Reymond
Ludwig Kiepert (* 1846 in Breslau; † 1934 in Hannover) Ludwig Kiepert
Johannes Thomae (* 1840 in Laucha an der Unstrut; † 1921 in Jena) Johannes Thomae
Ferdinand (von) Lindemann (* 1852 in Hannover; † 1939 in München)
  • 1877–79 außerordentlicher, 1880–83 ordentlicher Professor für Mathematik
  • Lindemann wurde bei Klein in Göttingen promoviert. Nach seiner Freiburger Zeit war er Professor in Königsberg (Doktorvater u.a. von Hilbert und Minkowski) und an der LMU München.
  • Deutsche BiographieWikipediaMathematics Genealogy ProjectMacTutor
    Oberwolfach Photo Collection
  • Bewies 1882 in Freiburg die Transzendenz von π (siehe auch „Besonderes aus der Forschung“). Wurde 1918 für seine Verdienste geadelt.
  • Nach Lindemann ist der Nachwuchspreis des Mathematischen Instituts benannt. Seine Büste steht im Mathematischen Institut.
Ferdinand Lindemann
Ludwig Stickelberger (* 1850 in Buch, Kanton Schaffhausen; † 1936 in Basel) Ludwig Stickelberger
Jacob Lüroth (* 1844 in Mannheim; † 1910 in München)
  • 1883–1910 ordentlicher Professor für Mathematik; 1889 Prorektor der Universität Freiburg
  • Lüroth wurde bei Hesse in Heidelberg promoviert, war zunächst Professor an der TH Karlsruhe und der TH München.
  • Deutsche BiographieWikipediaMathematics Genealogy ProjectMacTutor
  • Lüroth verhalf der Mathematik in Freiburg zu einem institutionellen Aufschwung.
Jacob Lüroth
Alfred Loewy (* 1873 in Rawitsch bei Posen; † 1935 in Freiburg)
  • 1897 Privatdozent, seit 1902 außerordentlicher Professor, seit 1916 ordentlicher Honorarprofessor, 1919–33 ordentlicher Professor für Mathematik, 1933 zwangsemeritiert
  • Loewy wurde bei Lindemann in München promoviert. Er war u. a. Doktorvater von Krull und F. K. Schmidt.
  • Deutsche BiographieWikipediaMathematics Genealogy ProjectMacTutor
  • Loewy war seit Ende der 20-er Jahre blind, verfasste daher das Buch „Große blinde Männer“. Er starb 1935 an den Folgen einer Operation, nachdem er 1933 durch Rektor Heidegger zwangsemeriterit wurde. Loewys Frau Therese nahm sich 1940 vor der Deportation das Leben. Stolpersteine für Loewys liegen vor ihrer letzten gemeinsamen Wohnung in der Reichsgrafenstraße 14 und vor Therese Loewys letzter Wohnung in der Katharinenstraße 12 (siehe auch: Stolpersteine in Freiburg Alfred Loewy, Therese Loewy)
Alfred Loewy
Lothar Heffter (* 1862 in Köslin; † 1962 in Freiburg) Lothar Heffter
Oskar Bolza (* 1857 in Bad Bergzabern; † 1942 in Freiburg) Oskar Bolza
Ernst August Ansel (* 1874 in Ulm; † 1952 in Freiburg ?)
Ernst Zermelo (* 1871 in Berlin; † 1953 in Freiburg)
  • 1926–35 und 1946–53 Honorarprofessor für Mathematik. Legte 1935 gezwungenermaßen seine Honorarprofessur nieder, nachdem er denunziert wurde, da er sich weigerte, seine Vorlesungen mit dem Hitlergruß zu beginnen; 1946 wieder eingesetzt.
  • Zermelo wurde bei Schwarz in Berlin promoviert, war dann Assistent bei Max Planck, später Professor in Göttingen und an der Universität Zürich.
  • Deutsche BiographieWikipediaMathematics Genealogy ProjectMacTutor
    Oberwolfach Photo Collection
  • Begründer der axiomatischen Mengenlehrer (das Z im Axiomensystem ZFC steht für "Zermelo"). Siehe auch „Besonderes aus der Forschung“.
  • 2018 wurde die Eckerstraße, an der das Mathematische Institut Freiburg liegt, in Ernst-Zermelo-Straße umbenannt.
Ernst Zermelo
Gustav Doetsch (* 1892 in Köln; † 1977 in Freiburg) Gustav Doetsch
Wilhelm Süss (* 1895 in Frankfurt am Main; † 1958 in Freiburg)
  • 1934–58 ordentlicher Professor für Mathematik; Mai–Dezember 1945 suspendiert. 1940–45 Rektor der Universität Freiburg; 1958 erneut zum Rektor gewählt.
  • Süss wurde bei Bieberbach in Frankfurt promoviert.
  • Deutsche BiographieWikipediaMathematics Genealogy ProjectMacTutor
    Oberwolfach Photo Collection
  • Süss war vor allem als Wissenschaftsorganisator wirkungsvoll, weniger als Mathematiker:
    • 1938–1945 war er Vorsitzender der DMV.
    • Gründete 1944 das „Reichsinstitut für Mathematik“ in Oberwolfach, das jetzige Mathematische Forschungszentrum Oberwolfach, dessen Leiter er bis 1958 war.
    • Gründete die heutige Abteilung für Didaktik der Mathematik.
    Über seine Rolle während der Zeit des Nationalsozialismus hat Volker Remmert viel geforscht; siehe z. B. den Link bei Doetsch.
  • Letzter Eintrag von Wilhelm Süss im Vortragsbuch des Freiburger Kolloquiums
Wilhelm Süss
Henry Görtler (* 1909 in Calgary; † 1987 in Freiburg) Henry Görtler

Professoren nach 1945

Aufgeführt sind nur die nach 1945 eingestellten, bereits verstorbenen Professoren – auch Honorarprofessoren, nicht aber außerplanmäßige Professoren, Privatdozenten oder Wissenschaftliche Räte.

(Dieser Abschnitt wird noch nach und nach um weitere Informationen und Fotos ergänzt.)

Gerrit Bol (* 1906 in Amsterdam; † 1989 in Stegen bei Freiburg)
Hans Richter (* 1912 in Leipzig; † 1978 in München)
Kuno Fladt (* 1889 in Öhringen; † 1977 in Tübingen)
Friedrich W. D. Levi (* 1888 in Mülhausen; † 1966 in Freiburg)
Joachim Nitsche (* 1926 in Nossen; † 1996 in Freiburg)
Theodor Schneider (* 1911 in Frankfurt am Main; † 1988 in Freiburg)
Helmut Klingen (* 1927 in Viersen; † 2017)
Dietrich Morgenstern (* 1924 in Ratzeburg; † 2007 in Darmstadt)
Hans Hermes (* 1912 in Neunkirchen/Saar; † 2003 in Freiburg) Hans Hermes
Hermann Witting (* 1927 in Braunschweig; † 2010 in Freiburg) Herman Witting
Friedrich Flohr (* 1927 in Wolfenbüttel; † 2010)
Rolf Wallisser (* 1937; † 2014) Rolf Wallisser
Karl Nickel (* 1924 in Tübingen; † 2009 in Freiburg)
Dieter Wolke (* 1942 in Waldenburg; † 2015) Dieter Wolke
Helmuth Gericke (* 1909 in Aachen; † 2007 in Freiburg)

Berühmte Absolventen und Studenten

Felix Hausdorff (* 1868 in Breslau; † 1942 in Bonn)
Joseph Wirth (* 1879 in Freiburg; † 1956 in Freiburg)
  • Studium der Sozialökonomie und der Mathematik in Freiburg; 1906 Promotion in Mathematik, offiziell bei Ludwig Stickelberger, de facto bei Loewy
  • 1921/22 Reichskanzler der Weimarer Republik
  • Eintrag bei Wikipedia
Rudolf Carnap (* 1891 in Wupptertal; † 1964 in Santa Monica)
  • Studium der Mathematik, Physik und Philosophie in Jena und Freiburg
  • Mitglied des Wiener Kreises, Hauptvertreter des Logischen Empirismus
  • Deutsche BiographieWikipedia
Wolfgang Krull (* 1899 in Baden-Baden; † 1971 in Bonn)
Friedrich Karl Schmidt (* 1901 in Düsseldorf; † 1977 in Heidelberg)
Reinhold Baer (* 1902 in Berlin; † 1979 in Zürich)
Hermann Person (* 1914 in Radolfzell; † 2005 in Gundelfingen)
  • Studium der Mathematik, Physik und Chemie in Freiburg und Karlsruhe
  • 1967–1979 Regierungspräsident des Regierungsbezirks Südbaden bzw. Freiburg
  • Deutsche BiographieWikipedia

Dokumente

Quellen und Literatur

Zusammenstellung und Text: Markus Junker, Mathematisches Institut, 2019. Die Darstellung stützt sich wesentlich auf [Gericke 1955] und [Remmert 2001].

(Weitere Literaturangaben folgen noch im Laufe der Zeit.)

Literatur zur Mathematikgeschichte Freiburgs:

  • [Gericke 1955] Helmuth Gericke „Zur Geschichte der Mathematik an der Universität Freiburg i.Br.“, Eberhard Albert Universitätsbuchhandlung, Freiburg i.Br. 1955.
  • [Remmert 2001] Volker Remmert „Das Mathematische Institut der Universität Freiburg (1900–1950)“, in: Toepell, Michael (Hrsg.) Mathematik im Wandel. Anregungen zum fächerübergreifenden Mathematikunterricht, Band 2, Hildesheim/Berlin 2001, S. 374–392.
  • Liste aller Publikationen von Volker Remmert mit Bezug zum Mathematischen Institut Freiburg (Stand: September 2019)

Literatur zur Universitätsgeschichte Freiburgs:

  • “550 Jahre Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Festschrift“, Verlag Karl Alber, Freiburg/München 2007. Darin insbesondere:
    • Iris Becher „Naturalia, Scientifica, Artificilia: Die Kabinette des 18. Jahrhunderts und die Anfänge der wissenschaftlichen Sammlungen an der Universität Freiburg“, in: Band 2: Von der hohen Schule zur Universität der Neuzeit, herausgegeben von Dieter Mertens und Heribert Smolinsky.
    • Volker Remmert „Das Problem der Kriegsforschung in Mathematik und Naturwissenschaften: Wilhelm Süss als Rektor und als Vorsitzender der Deutschen Mathematiker-Vereinigung, in Band 3: Von der badischen Landesuniversität zur Hochschule des 21. Jahrhunderts, herausgegeben von Bernd Martin.
  • [Schreiber 1860] Heinrich Schreiber, Geschichte der Stadt und Universität Freiburg im Breisgau (IX. Lieferung: Von Aufhebung der Jesuiten bis zu Ende des achtzehnten Jahrhunderts), 1860. Digitalisierter Bestand der UB Freiburg
  • Vorbemerkungen zu Findbüchern des Universitätsarchivs Freiburg:

Literatur zur Stadtgeschichte Freiburgs:

  • Walter Vetter „Freiburg – ein Führer zu Kunst und Geschichte“, Rombach-Verlag, Freiburg i.Br. 1986
  • Peter Kalchthaler „Freiburg und seine Bauten“, Promo-Verlag, Freiburg i.Br. 2006

Abbildungslizenzen

Lizenzangaben und Quellen sind in der Regel als Mouseover-Text bei den einzelnen Fotos hinterlegt.

Im Abschnitt „Mathematik im Freiburger Universitätssystem“: