Ferdinand-von-Lindemann-Preis 2016

Rebecca Ramb

[Bild Rebecca Ramb]

In der Magnetresonanztomographie wird die räumliche Verteilung der Gewebearten nur indirekt gemessen und mit Kenntnis des Kodiervorgangs als Lösung eines inversen Problems rekonstruiert. Die Ortskodierung in der Datenaufnahme ist allerdings zeitaufwendig. Insbesondere bei dynamischen Messungen, für die schnelle Messwiederholungen zur korrekten Erfassung der Dynamik benötigt werden, limitiert dies die räumliche Auflösung.

Die vorgestellte Doktorarbeit umfasst die Entwicklung einer unterabgetasteten Aufnahmestrategie, basierend auf der Echo-Planaren-Bildgebung und einer Rekonstruktion mittels zeitaufgelöster parallelen Bildgebung zur Akquisition höherer räumlicher Auflösung in zerebralen Perfusionsmessungen.

Das räumlich korrelierte Bildrauschen wird in der parallelen Bildgebung durch den Geometrie (g)-Faktor quantifiziert. Als Teil dieser Arbeit wurde eine g-Faktor Analyse für die zeitaufgelöste parallele Bildgebung hergeleitet, die zusätzlich auch die zeitliche Fidelität charakterisiert. Mittels dieser können Zusammenhänge und Unterschiede zwischen verschiedenen Methodenansätzen analysiert werden.

Bei Tumorpatienten wurde in Doppel-Messungen die entwickelte Aufnahmestrategie mit der bestehenden klinischen Routinemessung verglichen. Mit der neuen Methode kann eine deutlich höhere räumliche Auflösung erreicht werden, während gleichzeitig Verzerrungs- und Auslöschungsartefakte reduziert werden. Durch die höhere räumliche Auflösung kann die veränderte Durchblutung in den Bereichen des Tumors genauer lokalisiert werden.